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Es war einmal ein "Ich" - das suchte die Nähe von anderen, weil es sich in Gesellschaft anderer "Ich's" wohler fühlte als allein.
ES sprach mit ihnen, lachte und weinte mit ihnen, es arbeitete mit ihnen, es schlief neben ihnen, ging mit ihnen, aß mit ihnen, und in ihm war eine tiefe Sehnsucht nach Nähe, die sich nicht wirklich befriedigen ließ - sie verschwand für kurze Zeiten, aber sie tauchte immer wieder auf, wie ein nagender Schmerz.
Das "Ich" lernte, dass es nicht alles sagen durfte, weil das das Leben sonst erschwerte, also behielt es im Laufe der Zeit immer mehr von dem, was es dachte und fühlte für sich. Und alle "Ich's" neben ihm taten es ebenso. Wenn das "Ich" gefragt wurde "Wie geht es Dir" - sagte es "Gut", denn es fühlte, dass das fragende "ich" sich erschrecken würde, wenn es sein Inneres gezeigt hätte - seine Sehnsucht nach Nähe, seine Traurigkeit, seine Angst und die vielen Gedanken, die es in sich bewegte.
Und so kam es, dass fast alle Ich's" begannen, sich nur noch mit sich selbst zu beschäftigen, denn sie dachten, ihre Gedanken und Gefühle gingen kein anderes "Ich" etwas an.
So lebten viele "Ich's" nebeneinander, redeten miteinander, lachten - manchmal weinten sie auch, aber jeder saß in seinem eigenen Käfig voller Gedanken und Gefühle und fühlte eine zunehmende Öde.
Das "Ich" betrachtete, was die anderen "Ich's" - jedes auf seinen eigenen Vorteil bedacht -an Projekten auf die Beine stellten, wie sie sich stritten, in Konkurrenz zueinander traten und sich nicht einigen konnten. Jedes "Ich" hatte Angst, von den anderen übervorteilt zu werden und nicht genug zu bekommen.
Dieser Zustand aller "Ich's" war unübersehbar und es gab einige, die fühlten und wußten, dass es so nicht weiter gehen konnte. Also begannen sie miteinander über die Schwierigkeiten zu reden. es fanden sich viele "Ich's" in Gruppierungen verschiedenster Art zusammen und suchten nach Wegen, wie sich die Schwere des Lebens erleichtern ließe.
Es gab viele Meinungen - es gab viele unterschiedliche Gedanken und Ausrichtungen. Sie rannten wild durcheinander und machten viel Lärm. Aber sie konnten sich nicht einig werden, darüber, was der Weg wäre, um das Leben zu verändern. Es gab viele Ansätze, aber sie waren in verschiedenen Strukturen und konnten nicht zueinander finden - zu viele Gedanken und Gefühle der kleinen "Ich's" ...
Das erkannten wieder einige "Ich's" und versuchten, die einzelnen Gruppen miteinander in Kontakt zu bringen, um so eine Erhöhung der Dynamik zu erreichen.
Netzwerke entstanden zu vielen Themen und nun standen die unterschiedlichen Ansätze sichtbar nebeneinander. Aber noch immer verhinderte das Eigeninteresse der einzelnen "Ich's" und der Gruppierungen, dass sich die für das Wohl aller am förderlichsten Lösungen durchsetzten. Nach wie vor rangelten die "Ich's" um Platzierungen und Ansprüche, um Anerkennung und Rang - um Macht.
Erst die Erkenntnis, dass es etwas Umfassenderes - etwas unfassbar Grosses gibt - ein WIR - das alle "Ich's" beinhaltet - und in das jedes "Ich" eintreten kann und sich zu Hause fühlen - sich in allen Facetten zeigen und einbringen - aufgehoben sein in diesem "WIR" - diese Erkenntnis wärmt das Herz und schmilzt die Panzer...
Im Bewusstsein des "WIR" - das die Erde und alle Natur einschließt - gestaltet sich das Leben vollkommen neu.
Das große "WIR" ist die Grundlage aller zukunftsweisenden Ansätze.
Das "WIR" erfindet das Leben neu!
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