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     Freie Akademie  "Neues Wissen"

- Die Welt neu erfinden -

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Foyer                    heart meets hand             Initiativen

                                 (in Arbeit)           

 

 

 

 

 

Prof. Gerald Hüther

 

Ein Türöffner für neue Sichtweisen auf das menschliche Gehirn und seine Funktionen 

 

 

Seine Website www.gerald-huether.de enthält die wesentlichen

- auch aktuelle - Informationen über ihn und seine Arbeit. 

 

Hier nur - mit seiner freundlichen Erlaubnis - Auszüge aus seiner Website

Seine Aktivitäten und Informationen sind so interessant und vielseitig, dass man sich am besten aus "erster Hand" informiert. 

 

Einer der Kernpunkte seiner Erkenntnisse besteht darin, dass Begeisterung Menschen in die Lage versetzt, über sich selbst hinaus zu wachsen und für sich ganz neue Felder zu erschließen - unabhängig vom Lebensalter...  

 

 

 

 

 

"Als Professor für Neurobiologe leitete ich die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. Wissenschaftlich befasse ich mich u. a. mit den Wirkungsmechanismen von Psychopharmaka, mit dem Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, mit den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen bei Lernprozessen und der neurobiologischen Verankerung von Erfahrungen.

Worum ich mich bemühe


In der vielfältigen Öffentlichkeitsarbeit die ich betreibe, bemühe ich mich vor allem um die Verbreitung und Nutzbarmachung von Erkenntnissen aus der modernen Hirnforschung. Ich versuche als „Brückenbauer“ zwischen wissenschaftlicher Forschung und gesellschaftlicher bzw. individueller Lebenspraxis tätig zu sein. Ziel meiner Aktivitäten ist die Schaffung günstigerer Voraussetzungen für die Entfaltung menschlicher Potenziale, speziell im Bereich Erziehung und Bildung sowie auf der Ebene der politischen und wirtschaftlichen Führung.

In meiner Arbeit als Hirnforscher möchte ich komplexe wissenschaftliche Sachverhalte in einer Weise darstellen und sie so zu „übersetzen“, dass sie auch von „neurobiologischen Laien“ verstanden werden, ohne die Komplexität der im Gehirn ablaufenden Prozesse dabei in einer Weise zu vereinfachen, die zu missverständlichen Simplifizierungen führt oder den ohnehin noch immer weit verbreiteten biologistischen und mechanistischen Vorstellungen Vorschub leistet.
Ein Beispiel hierfür ist das mit der Medienpädagogin Inge Michels verfasste Kinderbuch „Gehirnforschung für Kinder. Felix und Feline entdecken das Gehirn“.
Neben der Vermittlung von Sachwissen geht es mir immer um das Anregen der eigenen Vorstellungskraft, um das Wecken der Freude am eigenen Entdecken, an der Transformation von abstraktem Wissen in eigene Erkenntnis bei meinen Lesern und Zuhörern.
Ich möchte die Leser meiner Bücher und Texte wie auch das Auditorium bei meinen Vorträgen, Rundfunk- und TV-Beiträgen, einfühlsam dort abholen, wo sie sind, sich in deren jeweiligen Erkenntnisstand und deren Interessenslage einfühlen und sie auf diese Weise einladen, zu ermutigen und zu inspirieren, sich auf einen eigenen Erkenntnisprozess einzulassen. Es soll nicht belehrt werden, oder auch nicht der neuste Stand der Forschung verkündet werden, sondern den Lesern und Zuhörern für sie brauchbare und interessante Anknüpfungspunkte bieten, die es ihnen ermöglichen, eigene neue Erkenntnisse auf der Grundlage ihres bisherigen Wissens und ihrer bisher gemachten eigenen Erfahrungen abzuleiten.

 

(....)


 

Meine Kernbotschaft


Aufgrund der langjährigen Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Entwicklungsneurobiologie versuche ich zu beschreiben, dass die Expression der genetischen Anlagen des Menschen zunächst zur Herausbildung eines Überangebots neuronaler Vernetzungsmöglichkeit im sich entwickelnden Gehirn führt und dass anschließend von diesem Überangebot nur diejenigen Verschaltungsmuster stabilisiert werden, die im Verlauf der prä- und postnatalen Entwicklung besonders häufig aktiviert werden. Das Konzept der nutzungsabhängigen Plastizität („experience dependent plasticity“) impliziert, dass die Strukturierung des menschlichen Gehirns im hohen Maß durch die individuellen Erfahrungen gelenkt wird, die ein Mensch insbesondere während dieser Phase neuronaler Ausreifungsprozesse in seinem jeweiligen sozialen und kulturellen Umfeld macht, zu machen Gelegenheit hat oder zu machen gezwungen ist. Nur unter entsprechend günstigen Rahmenbedingungen kann das anfänglich angelegte Potenzial auch weitgehend genutzt und in Form entsprechend komplexer neuronaler Verschaltungsmuster stabilisiert werden. Unter weniger günstigen Bedingungen kommt es zur Stabilisierung einfacherer aber dafür robusterer Verschaltungsmuster und damit zur Verbesserung einzelner Teilleistungen auf Kosten von Komplexität und Kohärenz, oder einfacher ausgedrückt: zu einer Kümmerversion dessen, was aus diesem anfänglichen Potenzial hätte werden können. Um es Menschen in Zukunft zu ermöglichen, ihre Potenziale optimaler zu entfalten, müssen dafür günstigere Rahmenbedingungen geschaffen werden, muss eine auf Potenzialentfaltung ausgerichtete Beziehungskultur in Familien, Kindergärten, Schulen, Universitäten, im Berufsleben, und nicht zuletzt in den Kommunen entwickelt werden. Damit ist grob umrissen, worum es mir in meinen öffentlichen Aktivitäten geht. Ich möchte die Erkenntnisse über die Plastizität des menschlichen Gehirns anbieten, als Hilfe zur Selbsterkenntnis und zur bewussten Gestaltung und Weiterentwicklung der von Menschen auf der Grundlage ihrer jeweiligen Erkenntnisse bisher geschaffenen Lebenswelten."

 

 

 

 

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